Fliegt dir das Glück vorbei einmal,
so fass es am Zipfel!
Auch rat ich dir,
bau dein Häuschen im Tal -
und nicht auf dem Gipfel!
(Heinrich Heine)
Auch unser Häuschen steht nun in einem wunderschönen Moseltal. Nur konnte man davon gestern nicht viel sehen. Hier hing die reinste Nebelsuppe über unserem Tal und die Sonne schaffte es erst gegen Mittag sich durch die Brühe durchzukämpfen.
Auch unser Häuschen steht nun in einem wunderschönen Moseltal. Nur konnte man davon gestern nicht viel sehen. Hier hing die reinste Nebelsuppe über unserem Tal und die Sonne schaffte es erst gegen Mittag sich durch die Brühe durchzukämpfen.
Aber nichts desto trotz wurden zig Fotoapparate gezückt und fleißig geknipst. Wir haben bis jetzt an die 600 Bilder und die gesamte Hausstellung mit unserer Zeitrafferkamera aufgenommen. Ganz schön schwierig aus der Masse an Fotos passende für den Blog rauszusuchen.
Aber ich fange jetzt mal ganz vorne an:
Sonntag
Frank brachte mit seinem Vater Bierzeltgarnituren, Kaffemaschinen und einen kleinen Kühlschrank zu unserer Baustelle und richteten einen Kellerraum her, damit wir den Bautrupp verköstigen können.
Gegen abend suchten und fanden wir den hoffentlich perfekten Platz für die Zeitraffercam.
Montag
5.45 Uhr
Laut Nachbarn rückte die Kolonne an, um die ersten Vorbereitungen zu treffen. Der Kran wurde wohl schon einen Abend zuvor gebracht.
6.50 Uhr: Frank und ich reisten verschlafen an unserer Baustelle an. Da stand bereits die Westwand mit unserer Haustür an ihrem rechten Platz. Schnell montierten wir unsere Zeitrafferkamera, damit wir bloß nicht noch mehr verpassen.
7.00 Uhr
Bepackt mit Unmengen an Brötchen, Aufschnitt, Kuchen, Getränken und sonstigen Gepäck breiteten wir uns in den vorbereiteten Kellerraum aus. Nach einer kurzen Absprache mit dem Kolonnenführer erfuhren wir das die so um 11 Uhr rum eine Pause machen werden. Wir versprachen frisch belegte Brötchen und frischen Kaffee. :)
7.15 Uhr
Die erste Ladung Kaffee gab es dann halt erst mal für uns. Da wir ein Hanggrundstück haben konnten wir uns oberhalb diesem unsere "Zuschauertribüne" aufbauen. Franks Bruder, der sich für unseren besonderen Tag auch frei nahm, brachte uns Stühle und Frank zauberte einen Campingtisch aus dem Kofferraum hervor. Schon hatten wir es all zu gemütlich. Die Show durfte beginnen und enttäuschte uns auch nicht. Innerhalb einer Stunde standen alle Außenwände und einige Innenwände des Erdgeschosses. Zwischendurch sahen wir rein gar nichts, sonder hörten gehämmer, gebohre usw.
10.15 Uhr
Mittlerweile sind auch Franks Eltern samt Stühle eingetrudelt. So saßen wir da in einer Reihe und guckten anderen bei der Arbeit zu. Um diese Zeit war das Erdgeschoss soweit fertig.
Die Decke wurde geschlossen.
11.30 Uhr
Oben von unserem Logenplatz sahen wir das unser Bauleiter Herr J. ankam. Er besprach mit uns den gesamten weiteren Ablauf bis wir einziehen können. Danach gingen wir mit ihm das erste Mal in unser Erdgeschoss.
12.02 Uhr
Der erste Blick auf unsere Treppe.
Schön! Unser Lichtband im Wohnzimmer.
Schiebetürvorrichtung und Blick in die Küche.
Der Bauleiter sagte uns das heute auch noch der Elektriker kommen wird und mit uns durch die Räume geht. Als wir nach der ersten Begehung unser Haus verließen, schien plötzlich die Sonne in ihrer vollen Pracht und vom Nebel war rein gar nichts mehr zu sehen.
12.45 Uhr
Die Montage des Dachgeschosses beginnt. Endlich strahlen Sonne und Himmel um die Wette.
13.18 Uhr
15 Uhr
15.40 Uhr
16.50 Uhr
Das Dach ist drauf und die Sonne ist hinter den Weinbergen verschwunden und tauchte unser Grundstück in den Schatten.
18.30 Uhr
Der Kamin wurde ganz langsam durch die vorgesehene Öffnung in das Haus gelassen.
Nachdem der Kamin drin war räumten wir auf und fuhren nach Hause. Für diesen Tag konnten wir ja doch nichts mehr machen. Und draußen gab es nichts mehr zu sehen.
Auf jeden Fall war es ein aufregender, spannender, bewegender und vor allem anstrengender (vom zugucken :) Tag.

